Collabs für Contests


#21

Ich denke der Unterscheid zwischen “hat mitgewirkt” oder “hat eine Empfehlung gegeben” ist schon recht deutlich.

Ein Mitwirkender hat auch ein Stimmrecht und es kann dann erst mal eine richtige Diskussion geben ob eine gewisse Umsetzung richtig ist, bis eben ein Kompromiss gefunden wurde.
Sage ich dir das du statt “Fightscene XY” lieber die “Fightscene ACB” verwenden sollst, liegt die Entscheidung am Schluss noch bei dir als Solo-Editor ob du das wirklich noch wechselst.

Es liegt also in der Entscheidungsgewalt und an der Ausführung ob jemand am Werk tatsächlich beteiligt ist oder nur ein Unterstützer ist.

So unterscheide ich zumindest wo eine Collab anfängt und wo sie aufhört.

Ja schon

Definitiv

Und hier kommen wir zu einem wichtigen Punkt: Fairness

Unfair ist es wenn anderen NICHT die Möglichkeit haben es genauso zu machen!
Solange Collabs kein Verbot bekommen kann ich nicht erkennen wie es bei dem Contest unfair zugehen kann.

Ich stehe zB. mir selbst im Weg ne gute Collab mit jemandem zu machen, weil ich was das angeht eben einen gewissen Track-Record habe, der nicht gerade positiv aussieht. Dennoch, würde sich jemand finden der mit mir sowas durch ziehen möchte kann ich das tun, genauso wie jeder andere Editor auch.

Und was ich ebenfalls hier raus lese ist die Frage: Verschafft man sich einen Vorteil auf den Sieg durch eine Collab?

Was die technische Aufbereitung angeht, tut man das tatsächlich aus meiner Sicht. Der Fakt das man eben “doppelt so viel Zeit” für seine Parts hat ist da nun mal ausschlaggebend.

Doch ich habe das Gefühl das bei der Connichi Konzept über Technik steht, was ich auch gut finde! Man kann mit 4 Leuten die geilste Action-Collab machen und doch wird man von einem deutschen Song, Humor und ein bisschen Arsch/Boobs gewrecked.
Und das stellt für mich wieder ein relativ “gesundes” Verhältnis her.
Dafür möchte ich vor allem mal wieder allen Mission XR oder Himbeerland ins Gedächtnis rufen :uw:

@Streicher sagte mir mal sowas in die Richtung: Wenn du bei einem Contest mit machst und gewinnen willst dann musst du dich nach dem Contest richten und nicht nach dem was du machen willst.

Und damit hat er auch völlig recht!
Mache ich bei Soulsteam mit und erwarte das ich mit rohem Schnitt und und nem alten Anime was reise, dann unterliege ich einem Fehler. Reiche ich bei der Nichi ein Video ein das technisch top ist, aber absolut keinem Konzept folgt, dann kann ich nicht erwarten aufs Siegertreppchen zu wandern.
Die einzige Ausnahme die ich dafür gefunden haben in den letzten 7 Jahren (von denen die auf die Bühne kamen) war 2013 ACCel.

Um bei der Connichi zu gewinnen braucht es also mehr als nur die pure Zeit um am Video zu arbeiten, braucht es mehr als technische Finesse, braucht es NICHT mehr als einen Editor um was zu reißen :slight_smile:

Ich würde dir dabei vollkommen zustimmen, wenn es ein Contest von Editoren für Editoren wäre, wenn es ein Contest wäre bei dem es pur um Skill gehen würde. Doch ich selbst sehe AMV-Contests mittlerweile eher an wie “Das Supertalent”. Da gewinnt der, der am besten in die Stimmung vom Publikum passt.
Da kann man sich rumwälzen wie man möchte, aber der Connichi-Contest ist eine Show und eine Show ist dafür da um die Leute zu unterhalten (zumindest aus meinem Blickwinkel) :smiley:


#22

Ich bin ja kein großer Freund von langen Reden, darum hau ich mal nen Vorschlag raus, wie man den Contest etwas fairer gestalten und dabei auch die Qualität der Videos fördern könnte:

Collabs nur dann erlauben, wenn mindestens einer der (zwei) Editoren noch nie etwas gewonnen hat. Dadurch könnte man erreichen, dass unerfahrene Editoren sich mit erfahrenen zusammenschließen und es dadurch weniger “schlechte” Videos gibt. Außerdem ist es viel fairer für Solo Editoren, da dabei auch viel Zeit für Schulung des unerfahrenen Editors drauf geht. Theoretisch hat man somit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen - bessere Qualität und fairer Contest.