Anime des Jahres 2019

Anime des Jahres 2019
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Original veröffentlicht unter: https://animemusikvideos.de/2020/02/01/anime-des-jahres-2019/

Das vergangene Jahr ging im wahrsten Sinne des Wortes schneller vorbei, als ich gucken konnte. Und auch wenn mich einige Serien und Filme sofort begeistern konnten, ist wahrscheinlich einiges auf der Strecke geblieben. Daher meine Frage an euch: Was waren eure Lieblings-Anime aus 2019? Welche Serien und Filme würdet ihr weiterempfehlen? Teilt eure Eindrücke mit der Community und holt euch selbst ein paar Empfehlungen ab.

Ich habe in der ersten Jahreshälfte von 2019 relativ viel geschaut, aber danach eher weniger. Ich Liste hier erstmal nur die Serien und Filme, die ich auch tatsächlich beendet habe.

1. Fate/stay night: Heaven’s Feel 1+2
Der erste Film ist ein guter Einstieg, der nur wenig Zeit mit der klassischen FSN Story verliert. Im zweiten Teil geht’s dann zur Sache. Hat mich sehr überrascht. Wüsste nicht, wie man das die im dritten Film noch steigern kann. Bin aber gespannt und freu mich drauf.

2. Dororo
Klasse Serie. Sehr gefühlvoll. Gute Charaktere und gute Story Entwicklung. Hat mich von Anfang bis Ende gehooked. Sehr zu empfehlen.

3. Tensei shitara Slime Datta Ken
Super Serie. Sehr comfy und optimistisch. Ein OP Slime führt clans zusammen und baut mit ihnen ein Imperium. Seh zu empfehlen.

4. Vinland Saga
Großes Kino. Große Animationen. Ein nerviger Main, aber coole Cars, interessante Konflikte, gutes Setting und Animationen. Hat mir sehr gefallen.

5. Tejina-senpai
Cute, kawaii und hot. Ich will Tejina protecten. No bully!

6. Tenki no Ko
Neuer Makoto Shinkai. Etwas mehr Plot lasting. Habe ein paar zusammenhänge nicht verstanden, aber ist schon sehr comfy, fun und emotional in den richtigen Momenten.

7. Machikado Mazoku
Satania The Animation. Sehr cute. Guter humor. Würde ich weiter empfehlen.

8. Lupin the IIIrd: Mine Fujiko no Uso
Die Fortsetzung zu Jigen’s Gravestone und Goemon’s Spray of Blood. Fujiko erfährt als Charakter erneut einen Buff. Überwiegend unterhaltsam und erneut beeindruckend animiert. Hoffe auf einen Zenigata Film als nächstes.

9. The Saga of Tanya the Evil: The Movie
Habe den 2019er Film gemeinsam mit der 2017er TV Serie geschaut. War interessant zu sehen, wie furchtbare Menschen versuchen, sich gegenseitig auszuspielen. Auch die Char Entwicklung und der Humor haben mir getaugt. Würde die Serie und den Film empfehlen.

10. Kimetsu no Yaiba
Starke Animationen. Gute Chars. Sehr gute Antagonisten. Spannende Kämpfe. Wenig Progress in der Story. Die selben Stroy Schemen werden immer wieder durchspielt. Aber für die Animationen ists top!

Sonstige:
City Hunter Movie: Shinjuku Private Eyes
Coole Animationen, okaye story. Hat City Hunter nicht aufs nächste Level gehieft, aber auch nichts wirklich falsch gemacht. AMV editieren war fun.

Cop Craft
Gute Detektiv Serie und Hommage an Leathal Weapon. Vom Autor von FMP. Wie gewohnt gut geschrieben. Hat aber 3-4 Episoden gebraucht, bevor die Serie mich überzeugen konnte. Aber jetzt wünsche ich mir eine zweite Staffel, oder zumindest eine Übersetzung der Bücher. Die Struktur der Episoden war btw. etwas merkwürdig, da manche Arcs 3,25 Episoden dauern, andere 1,5 und andere 2,75, sodass man die Serie eigentlich am Stück tanken muss.

Domestic na Kanojo
Ein clusterfuck an happenstance, aber riesige Unterhaltung und ich habs gefeiert.

Girls und Panzer das Finale 1+2
Eine Film Serie aus irgendwann mal 6 Teilen. Besser als die originale Serie und „Girls und Panzer der Film“. Weniger Fokus auf Panzer und mehr Charakter Entwicklung. Die Panzer gefechte, die da waren, waren unterhaltsam und spannend. Besonders der Jungel Kampf im zweiten Film hat mir sehr gefallen.

Grisaia: Phantom Trigger - The Animation 1+2
Nachdem ich die beiden Grisaia Anime geschaut hatte tat ich mir die neue Film/OVA Serie Phantom Trigger an, die ebenfalls eine Adaption der Spiele ist. Leider deutlich langweiliger als das Original zwecks schwächerer Chars. Aber die Serie kann sind noch steigern mit den kommenden 4 Filmen.

Isekai Quartet
Wie der Name verrät, ein Mashup aus 4 Isekai. Die Produktion wollte kein Franchise schlecht darstehen lassen und war hier und da unterhaltsam, aber mir insgesamt zu Safe.

Kakegurui××
War egtl wieder ganz unterhaltsam. Das Franchise sieht geiler aus, als seine Plots geschrieben sind, aber ich würds immer weiter gucken.

Kono Subarashii Sekai ni Shukufuku wo!: Kurenai Densetsu
Fun und explosionen. Hatte ne gute Zeit mit dem Film. Wünschte aber, der Plot würde iwann konkreter werden. Im Prinzip sind die immer noch in der starting area.

Lord El-Melloi II Sei no Jikenbo: Rail Zeppelin Grace Note
Habe mich tbh bissl durchgequält. Interessantes Universe Building aber uninteressanter Plot.

One Punch Man S2
Im Prinzip nice. King und die Schwester der Grünhaarigen waren super Neuzugänge. Die Animationen waren nicht ganz so krass wie in der ersten Staffel, aber insgesamt sehr gut guckbar.

Tsuujou Kougeki ga Zentai Kougeki de Ni-kai Kougeki no Okaasan wa Suki Desu ka?
Porn level. Also nicht erotisch. Aber story, chars und Animationen scheinen alle von einem porn Team zu kommen, dass sich mal an was normalem versuchen wollte. Herausgekommen sind dabei 4 Stunden an Porn Brücken Szenen ohne jegliche Erotik. Ziemlich Shit und auch für die Memes nicht Wert.

Honorable Mentions:
Koe no Katachi
Aus 2016. Hab den Film Mitte des Jahres gesehen und danach gleich noch 2 Mal und dann den Manga gelesen und dann nochmal den Film geschaut und mich hauts total um und für mich einer der besten Filme aus den letzten 5 Jahren.

Ich hab nicht allzu viel geschaut, aber diese haben mit gut gefallen:

Hoshiai no Sora
Mal nen Sportanime der mich abgeholt hat, wahrscheinlich weils net wirklich um sport geht :stuck_out_tongue: Gut geschriebene und einzigartige Charaktere. Spricht viele Themen im Rahmen vom erwachsen werden und der Beziehung zu Eltern an, ich fands nur manchmal n bisschen übertrieben, dass gefühlt jeder aus dem Team voll den Abfuck hatte im Elternhaus, was iwie nen bischen unrealistisch is, aber vllt hab ich auch einfach zu gute Erfahrungen gemacht.

Dumbbell Nan Kilo Moteru?
Ganz lusitig die ersten Folgen und super AMV Material, nutzt sich aber recht schnell ab vom Humor und hat sonst nicht viel zu bieten. Fands auch nen bisschen schade, dass sie sich nicht getraut haben die Mädels nen bisschen muskulöser zu machen, der Phil hätt sich gefreut und es hätte n bisschen mehr Varianz reingebracht.

Araburu Kisetsu no Otome-domo yo.
Mein Favorit des Jahres. Sehr angenehmer Artstyle, der super zur Atmosphäre passt. Es geht um heranwachsende Mädels und ihr Liebesleben basically. hat dabei eine große Bandbreite von Problemen, und individuellen Besonderheiten abgedeckt. Klare Empfehlung!

Sewayaki Kitsune no Senko-san
Comfy Fox Girl show ^^ Is entspannt und perfekt wenn man nach nem harten Tag n bisschen chillen will.
Mehr aber auch nicht xD

Carole & Tuesday
Hatte realiv hohe Erwartungen, als ich gesehen hab, dass Watanabe, Shinichiro Regie führt. Wurde n bisschen entäuscht, da mir vorallem der Teil mit der Talentshow abolut nicht gefallen hat. Generell fand ich die Darstellung von Musik und vor Allem den Zuhörern nicht ideal.

Kaguya-sama wa Kokurasetai: Tensai-tachi no Renai Zunousen
Macht Spaß zu schauen. Die Energie zwischen den beiden Hauptrollen is sehr gut rübergebracht. Das Opening is zudem nen Banger.

Manaria Friends
Hat mir der @Apus empfohlen und is ziemlich comfy. Inhaltich isses schon zimelich belanglos, aber die Beziehung zwischen den beiden is sehr cute. Man kann eigentlich immer durch die Story Passagen skippen und hat nen super Erlebnis xD

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Das Jahr hat meiner Meinung nach um einiges stärker angefangen als es aufhörte, die folgenden Anime sind mir positiv im Gedächtnis geblieben, nicht geordnet.

Tensei Shitara Slime Datta Ken
Comfy Isekai, einer der besten Isekais in letzter Zeit. Ich hoffe, dass die 2. Season der 1. gerecht wird.

Dororo
Die Serie hat mich positiv überrascht, ich hatte nicht einen so düsteren Ton erwartet da ich das Original nicht kannte (MfG Zoomer). Außerdem 10/10 Opening.

Watashi ni Tenshi ga Maiorita!
Was soll ich sagen, cute lolis, sehr comfy, cute and funny.

Carole & Tuesday
Erneut eine Überraschung. Mir war nicht ganz klar, was mich erwarten würde, aber die Kombination aus spannendem Plot, interessanten Charakteren und guter Musik hat mich überzeugt. Normalerweise stelle ich keine hohen Erwartungen an Musik Anime, denn meistens steht entweder die Musik nicht im Vordergrund oder es ist Idoltrash :^) Die Kombination von durchgehend guter Musik in verschiedenen Genres und einem guten Plot hat mich einfach überzeugt. Bonus Punkte für eine gute Website.

Kimetsu no Yaiba
Einer der wenigen Anime, bei denen ich sage, dass der Anime besser als der Manga ist. Die Adaption punktet vor allem wegen der guten Animation, der Artstyle im Manga sagt mir nicht unbedingt zu. Mir fällt kein einziger negativer Punkt zu dem Anime ein.

Joshikousei no Mudazukai
Sehr gute Comedy, erinnert positiv an Nichijou und Asobi Asobase.

Vinland Saga
Ähnlich wie Kimetsu no Yaiba eine gute Adaption eines guten Manga, Vikingerkino vom feinsten. Tatsächlich hat mich der Anime motiviert den Manga zu lesen (nach den ersten 2 Folgen).

Tenki no Ko
Makoto Shinkai does it again. Hat mir ehrlich gesagt etwas besser gefallen als Kimi no Na wa, die Nebencharaktere haben einiges dazu beigetragen. Beim Climax hatte ich Gänsehaut bekommen, das kommt selten vor. Und der McDonalds Shill war ziemlich lustig.

Honorable Mentions
Hoshiai no Sora
Hier wurde versucht moderne Probleme zu thematisieren, hat aber für mich absolut nicht funktioniert. Ursprünglich war Hoshiai no Sora auf 24 Episoden angesetzt, wurde dann aber auf 12 gekürzt. RIP.

Babylon
Ein Anime Thriller der average ist, nichts besonderes. Aber das think tanking in den letzten 3 Episoden war Kino.

Doukyonin wa Hiza, Tokidoki, Atama no Ue.
Comfy SoL mit Katze, war objektiv vielleicht kein Meisterwerk aber ich mag comfy.

No Guns Life
Im Großen und Ganzen okay, aber mir gefiel die Ästhetik. Eventuell werde ich den Manga lesen.

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Gutes Jahr im Großen und Ganzen, nicht so toll wie 2018 aber immer noch paar tolle Serien drunter

Mein Anime des Jahres war:
Vinland Saga
Im Prinzip eine sehr freie Nacherzählung von dem Aufstieg von Knut dem Großen in der Wikingerzeit. Hätte sowas nie als Manga und erst recht nicht als Anime erwartet, bin aber froh, dass es solch ein Thema in das Medium geschafft hat. Auch wenn sich die Serie einige Freiheiten nimmt, war ich doch überrascht wie viele Charaktere und Ereignisse einen historischen Hintergrund haben. Askellad und Knut stehlen dem Hauptcharakter Thorfinn ganz schön die Show und haben die Serie für mich überragend gut gemacht.

Weiterhin sehr sehenswert in unbestimmter Reihenfolge:
Kaguya-sama: Love is War
Die beiden Präsidenten des Schülerrats haben Gefühle füreinander. Beide vermuten es, wollen aber den jeweils anderen dazu bringen, die Liebe zu gestehen, da sie in ihrer Game-Theorie sonst die Power in der Beziehung verlieren. Wenn da nicht der Chaosfaktor, aka. Best Girl Chika wäre. Herrliche Comedy, die ich sehr genossen habe, und mich auf eine weitere Staffel freue.

Run with the Wind
Ein Läufer lockt seine Mitstudenten mit billiger Unterkunft an, um sie zu professionellen Läufern zu machen. Sehr gut gemachter Sportanime, sehr gut gemachte Freundschaftsstory.

Demon Slayer
In der frühen Industriezeit wird die Familie eines Jungen von Dämonen (intelligenten Zombies) getötet. Seine Schwester wird nach der Attacke auch zum Dämon, beschützt ihn jedoch. Der Junge wird zu einem Demon Slayer, um ein Heilmittel für seine Schwester zu finden. Tolle Serie, mit 1A Action, die für mich die Shonen-Messlatte höher setzt. Ich hoffe, dass es in Zukunft etwas weniger wie Gummi gestreckt wird. Und der schlechteste Comic-Relief Character aller Zeiten, Zenitsu, weniger Screentime bekommt.

Carole & Tuesday
Im Setting von Cowboy Bebop treffen sich auf dem Mars zwei Mädels, die eine Band gründen und sich langsam durch die Marsianische Musikindustrie kämpfen. Unheimlich starker Anfang mit schönen Songs, tollem Setting und gutem Humor. Die Serie lässt leider enorm gegen Mitte und Ende nach, wo sie zur Seifenoper verkommt, und eher nicht von den 24 Episoden profitiert.

Dr. Stone
Ein unerklärtes Ereignis versteinert fast die gesamte Menschheit. Erst 3500 Jahre später wacht Senku auf. Gut, dass er ein Genie ist: Er weiss genug über Chemie, Physik und Medizin dass er langsam aber sicher die Welt, die ins Steinzeitalter zurückgerutscht ist, wieder modernisieren kann. Ein Shonen-Anime, der nicht durch seine Kämpfe glänzt, sondern mit Wissenschaft! Alles, was Senku neu erfindet, hats in mir kribbeln lassen und war toll, mit anzusehen. Da war auch die unterirdische Animation kein Problem.

Astra: Lost in Space
Eine Klassenfahrt zu einem anderen Planeten wird zum Albtraum für eine Gruppe von Schülern, als sie in ein Wurmloch geraten und von diesem weit entfernt im leeren Weltraum abgesetzt werden. Spannende Serie, die hier und da mit fragwürdigen Plot Twists hinkt, aber mich insgesamt solide bei der Stange gehalten hat. Die Serie ist in sich abgeschlossen, und schon allein weil es dank dem ganzen Isekai-Müll sonst praktisch keine Sci-Fi-Adventures mehr gibt, habe ich sie gern gesehen.

Babylon (eigentlich 2020 abgeschlossen, das aber nur wegen einer Produktionsverzögerung)
In einer Stadt soll ein Gesetz zum erlauben vom Selbstmord beschlossen werden. Ein Polizist stellt fest, dass alle Suizide und dafür plädierende Politiker von einer einzelnen Frau beeinflusst worden sind. Ein waschechter, erwachsener, fesselnder Krimi. Keine Schulkinder oder Charaktere unter 25 weit und breit. Solche Serien sind selten und ich feire sie, wenn sie kommen. Hat mich etwas an die raffinierten Hauptstories der Ghost in the Shell: Stand Alone Complex Serien erinnert.

Etablierte Titel, von denen ich weitere Staffeln gesehen habe:
Mob Psycho 100
Ein introvertierter Junge ist ein Genie in Psychokinese. Sein Talent wird von dem Betrüger Reigen ausgenutzt. Was anfängt wie ein „One Punch Man mit Psychokräften“ ist viel mehr eine Story eines Jungen, der seine eigene Unsicherheit überwindet. Großartige Serie mit fantastischer Animation, die man wohl noch lange und viel weiterempfehlen kann.

Attack on Titan
Holy Shit, wurde in Staffel 3-2 reingehauen. Endlich wurde alles über die Welt erklärt und für mich hat sich das Warten sehr gelohnt. Nicht nur das, die Action war besser den je - beeindruckend, wie sich Studio Wit da immer noch reingehängt hat. Wenn jemand von den letzten Staffeln eher abgeturnt war, bitte überdenken.

One Punch Man
Etwas enttäuschende neue Staffel, die zeigt, dass ohne Madhouse am Werk OPM eigentlich nur ein durchschnittlicher Shonen ist.

My Hero Academia
Dass das Gummistrecken bei dieser Serie angefangen hat konnte ich noch halbwegs verzeihen, aber dass dann einige Fights, auf die ich mich gefreut habe, in Standbildern animiert werden lässt mich nur noch nostalgisch-traurig auf die ersten beiden Staffeln blicken.

Gibt auch viel was ich noch nicht gesehen habe, aber nachholen ist schwer weil schon diesen Winter viel läuft, was mir gut gefällt.

Es scheint seit ca. 2 Jahren jetzt immer Nachschub an gutem Zeugs zu geben, was denke ich mit dem internationalen Publikum zusammenhängt - vorher war es für Animeproduzenten ein Bonus, wenn eine ihrer Serien im Westen erfolgreich war, mittlerweile ist die westliche Audienz ein fester Bestandteil der Ausrichtung (dank Netflix). Serien wie Vinland Saga und Carole & Tuesday, die abgesehen von der Synchronisationssprache wirklich überhaupt keinen Japan-Bezug haben, zeigen dies. Wurde man im vorigen Jahrzehnt noch als Freak gesehen wenn man gesagt hat dass man Anime schaut, sind heute ältere und neuere Serien normaler Diskussionsstoff auf der Arbeit. Ich mag diese Zeit.

Das war der einzige Anime den ich geguckt hab, weil ich damals ja den Manga schon total genial fand. Es ist zwar nicht ansatzweise gut genug animiert, aber die Emotionen und den wichtigsten „Schlüsselmoment“ haben sie verdammt gut umgesetzt. Also ich hatte praktisch die selbe Gänsehaut wie beim Manga. Kann man schon definitiv empfehlen.

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Merkwürdig wie sich 2019 bei mir Shounen verdichtet, wenn sich meine Serienfavoriten bei Demon Slayer und Fire Force rumtreiben. Ansonsten hat die erste Folge von O Maidens in Your Savage Season bei mir den meisten Eindruck hinterlassen, das war ein brillianter Auftakt.

Astra Lost in Space (Kanata no Astra)
Ein bisschen macht das Ganze den Eindruck von Danganronpa in Space mit okayen Charekteren: In ferner Zukunft ist Urlaub auf unbewohnten Planeten normal. So soll eine Schulfahrt einen Campingausflug in Space machen. Dinge gehen schief, und plötzlich ist die Crew (nur Kinder) mehrere Lichtjahre von der Heimat entfernt. Mit Hilfe gezielter Sprünge und Nahrungssuche wollen die Kids überleben, doch anscheinend ist ein Verräter dabei. Production Value ist hier eher zweckmäßig. Weiß nicht ob ichs empfehlen würde, ich glaube ich hätte die Zeit lieber für was anderes investiert?!

BEASTARS
Nachdem Orange mit Land of the Lustrous unentschuldigend und -immitierend 3D in Anime verwendet hat, das in sich stimmig und interessant war, wollte ich sehen was deren neues Werk bereit hält. Ergebnis ist ein Werk mit antropomorphen Tieren (denke: Disneys Zootopia), in dem Gesichts- und Körperanimationen via Mocap erzeugt wurden, allerdings werden dabei fast sämtliche Eigenheiten der einzelnen Tiere ignoriert (d.h. Hunde bewegen sich wie Rehe). Generell wurde für mich der Nutzen der Technologie aber wenig präsent (im Gegensatz zu Land of the Lustrous), erst das Ende war diesbzgl. ein Lichtblick, sodass vll. folgende Staffeln potenzial haben. Es gibt 2D-Szenen oder das Stop-Motion-Opening, die hauptsächlich bewirkt haben, dass ich lieber alles in diesen Styles gehabt hätte.

Carole & Tuesday
Das neuste Werk von Watanabe, das sich um Straßenmusikanten auf dem Mars (in ferner Zukunft) dreht, war für mich initial ein Pflichtguck. Bei cooler Ästhetik und sympathischen Charakteren, kam ich nicht über den Disconnect von Sprech- und Gesangsstimmen hinweg - für mich passten die japanischen Stimmen nicht zu den perfekten Studiosound englischer Songs. Bei 12/24 hab ich dann gedroppt, aber noch die Tat vollbracht @Videobeats zu informieren, dass er 12 weitere Folgen zu entdecken hat :D.

Demon Slayer (Kimetsu no Yaiba)
Top Action, coole Kämpfe, Animation und Design heben das Quellmaterial (vgl. Manga) auf ein neues Niveau, das vermutlich besser ist als es sein dürfte (ich beschwer mich nicht!). In der Mitte der Staffel werden Nebencharaktere eingeführt und einige Episoden verbraucht, die mich einige Überwindung kosteten, aber am Ende sitzt der Fokus wieder richtig. Ich freu mich auf den kommenden Film!

Dororo
Dororo hat ein cooles Konzept: Durch vermeintliches Monster of the Week erhält Hyakkimaru einen Teil seiner bei der Geburt geopferten menschlichen Form wieder. Die Erfahrung, Sinne wie Hören und Riechen, ganz neu zu erleben ist cool. Der düstere und ernste Grundton in dem Setting holte mich sofort ab. Während ich es mit Spannung zu Ende geschaut hab, hat mich das letzte Drittel etwas verloren. Ich denke der Konflikt mit dem/den Antagonisten hätte ausgeklügelter sein können.

Dr. STONE
Coole Prämisse, die mich mit Hoffnung abholte: Ein Wissenschaftler will mit seiner modernen Bildung in einer post-apokalyptischen Steinzeit die Zivilisation wiederherstellen. Während anfangs noch einige logische Entwicklungsketten abgebildet wurden, wird ein Primaten-Antagonist installiert, der den Status Quo eigentlich ganz gut findet, und damit die Entwicklung aufhalten will. Danach wird viel Zeit verschwendet, ich merkte wo die Serie enden würde, das es danach noch weitergehen würde und ich lieber gar nicht angefangen hätte; aber ich habs zu Ende geguckt.

Fire Force (Enen no Shouboutai) | Stand 10/24
Ich konnte nicht glauben wie gut Fire Force aussieht für eine TV-Produktion. Man sieht - denke ich, dass da einige EX-Shafter dran arbeiteten. Die Feueranimationen und Cinematografie/Lichtspiel sind wirklich ausgeklügelt. Waifu-Game ist on top und der Cast ist generell bisher interessant. Storytelling und Dramaturgie muss sich im Long-Run beweisen, aber bisher haben sich die Spitzen gelohnt.

How Heavy Are the Dumbbells You Lift? (Dumbbell Nan Kilo Moteru?)
Nach @Apus’ Secret Santa Part war ich neugierig, my cup of comedy. Hab dann aber irgndwann auf den Manga gewechselt um die Dichte Lacher/Zeit zu erhöhen.

Kaguya-sama: Love is War (Kaguya-sama wa Kokurasetai: Tensai-tachi no Renai Zunousen)
Nach @Eazy s Secret Santa Part war ich neugierig, aber not my cup of comedy.

Mob Psycho 100 II
Mob Psycho ist nach wie vor eine Serie von Kontrasten - ob ästhetisch oder dramaturgisch. An den Höhepunkten ist es verrückt, was die Serie abfeuert. S2 hat nun mehr Fullpower-Mob-Momente, wird in der zweiten Hälfte aber auch erheblich generischer. S1 fand ich stärker, und danach weiß auch jeder worauf man sich einlässt.

O Maidens in Your Savage Season (Araburu Kisetsu no Otome-domo yo.)
Mädels im Buchklub entdecken Liebe und Sexualität, und offenbaren dabei meist humorig Stolperfallen, die diese Themen mit sich bringen. Ästhetisch mit einem Wasserfarben-Look ist das toll umgesetzt. Die erste Folge ist der Hammer und reicht völlig um die Serie zu verkaufen (oder nicht), allerdings können nicht alle Folgen das Niveau halten. (Vll. reicht es mal die erste Folge gesehen zu haben?!) Die Mädels sind cute.

Sarazanmai
Eine der wenigen Original-Animes, die ich sah. Mit @Streicher! Das neuste Werk von dem Mann, der uns Utena brachte. Und genauso undurchsichtig ist das ganze auch. Am besten beschreiben würde ich es so: Persona trifft Bakemonogatari - als Musical - in schwul. Die Moneyshots sind super animiert (aber repetitiv), und die Songs bohren sich in den Kopf (unfreiwillig).

Vinland Saga
Ich war so sauer auf Vinland Saga, dass ich vermutlich schon so ziemlich jeden darüber vollgetextet habe. Der Anime erzählt die Ereignisse überwiegend chronologisch, zum eigenen Untergang, denn ich konnte nicht mehrere Folgen am Stück aushalten, dass Thorfinn voller Geschrei, Hass und Racheschwüren ist. Ergebnis: Ich hab’s abgebrochen, und den Manga für mich entdeckt: Der mir mit Zeitsprüngen am Anfang dramaturgisch und inhaltlich logischer und interessanter erscheint und auch tolles Artwork hat. Wenn man sich in der „Gegenwart“ fragt, wie es soweit kommen konnte, kommt der Reminder wo Thorfinn durch musste, statt die charakterlose Hassdruckbetankung des Anime. (Afaik ist der Anime ab Folge 12 herum äquivalent zum Manga, soweit hab ichs nicht geschafft - vll kehre ich irgendwann zurück)

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